Die kleine Umweltfibel

Informatives zu Kachelofen- und Kamintechniken

 


 

Die kleine Umweltfibel

Diese Seite soll Ihnen ein paar Informationen über den Umgang mit fossilen Brennstoffen bieten.

 

Holz brannte im ersten Feuer an dem sich Menschen vor Jahrtausenden wärmeten. Es verbrannte gleichmäßig und vollständig, ohne nennenswerte Umweltbelastung - so, wie Holzfeuer auch heute in einem guten Kachelofen brennen soll.

Wenn ein Stück Holz brennt, so setzt es Kräfte frei, die es in den 60 oder bis zu 100 Jahren seines Lebens als Baum aus der Umwelt geholt und in seinen Zellen gespeichert hat:

  • Energie aus Sonnenlicht,
  • Mineralien aus dem Boden,
  • Kohlendioxid aus der Luft.

Ein neuer Baum macht neue Materie aus diesen Resten. Es ist das perfekte Recycling: Holz ist der einzige Brennstoff, der seine eigenen Abgase schluckt!
 

Quelle: Text: Der Holz-Heiz-Knigge für den Kachelofen; Grafik: Brunner

 


 

Informatives zu Kachelofen- und Kamintechniken

 

 

Aufbau eines Kachelofens oder Kamins

Kachelofenaufbau

Prinzipiell bestehen Kachelöfen und Kamine aus 3 optional aus 4 Bestandteilen:

  1. Kachelofen- oder Kamineinsatz
  2. keramische Züge
  3. Kacheln oder Kaminverkleidung
  4. Optional:elektronische Kachelofen- oder Kaminsteuerung

Kaminaufbau

Die wichtigsten Ofen- und Kaminsysteme

Speicherofen

Ein meist gemauerter, geschlossener Feuerraum mit individuell gestalteter Heiztür. Er verbreitet angenehme, milde und dauerhafte Strahlungswärme für jede Raumgröße.

Warmluftofen

In einer "offenen Ummauerung" frei stehende Holzbrandfeuerung (gusseisener Kachelofeneinsatz). Er erwärmt die Umgebungsluft und sorgt daher für ein schnelles Beheizen, auch großer Räumlichkeiten.

Kombiofen

In einer "offenen Ummauerung" frei stehende Holzbrandfeuerung (gusseisener Kachelofeneinsatz), mit nachgeschalteter keramischer Speichermasse. Er erwärmt die Umgebungsluft und gibt anschließend über die Speichermasse angenehme Strahlungswärme ab.

Hypokaustenofen

In einer "geschlossenen Ummauerung" frei stehende Holzbrandfeuerung (gusseisener Kachelofeneinsatz), der die Strahlungswärme über sehr große Oberflächen abgibt, oft sogar über zwei Geschosse.

Offener Kamin

Ein gemauerter, offener Feuerraum mit direktem Anschluss an den Schornstein ohne Nachheizfläche.

Heizkamin

In einer "offenen Ummauerung" frei stehende Holzbrandfeuerung (Kaminheizeinsatz), mit hochschiebbarer Scheibe. Er hat einen hohen Warmluftanteil und erzeugt wenig Strahlungswärme.

Speicherkamin

Frei stehende Holzbrandfeuerung (Kamineinsatz) in einer "geschlossenen Ummauerung", aber mit sichtbarem Feuer hinter einer nach oben verschiebbarer Scheibe. Neben der Warmluft entsteht durch nachgeschaltete keramische Speichermasse eine angenehme Strahlungswärme.

Ganzhausheizung

Hier wird durch die Kombination eines Holzbrandkachelofens und einer Solarheizung ein ganzes Haus beheizt. Mit Hilfe eines entsprechenden Aufsatzkessels können zwischen 40 % und 70 % der nutzbaren Wärmeenergie in Heizwasser umgewandelt werden.